Hendrik und President Addo

Die fairafric Anleihe

Veröffentlicht am Veröffentlicht in de, Neuigkeiten, Stories

Die fairafric Anleihe

Zugegebenermaßen ist fairafric kein Neuling beim Crowdfunding. Mit 3 Kickstarter Kampagnen, 2 Equity-Kampagnen, einem Crowd-Darlehen und unserem Schokoschein (Zinsen in Form von Schokolade) haben wir der Crowd viel zu verdanken.

Mit einer 5 Millionen Euro Fabrik, die wir in 2020 bauen wollen, haben wir uns gewagt, die Crowd um die mit Abstand höchste Summe zu fragen, die wir jemals angestrebt haben. Während Banken in Europa anfangen Negativzinsen zu verlangen, müssen Unternehmen wie fairafric um die 10% Zinsen zahlen, um Arbeitsplätze in Westafrika zu schaffen. 

Also erhalten Banken 10% auf Kredite in Westafrika. Das Geld für solche Kredite kommt von Sparern, die davon nichts abbekommen oder sogar Minuszinsen zahlen. Das hat mich nachdenklich gemacht. Warum nicht einfach die Bank aus der Gleichung entfernen und in der Mitte treffen? Dutzende Stunden Recherche später habe ich festgestellt, dass es in Deutschland noch komplizierter ist, Gelder einzuwerben als Schokolade aus Afrika zu importieren.

Die offensichtliche Lösung wäre es gewesen, eine Platform zu nutzen, die Anleger und Unternehmen zusammenbringt. Was mich jedoch schockiert hat, ist wie viel diese (zahlreichen) Plattformen dafür verlangen. Die bekannten Plattformen verlangen 15% plus einer jährlichen Gebühr für die gesamte Laufzeit der Kampagne. Hätten wir also über eine Plattform 2 Millionen Euro eingesammelt und über 7 Jahre zurückgezahlt, hätten wir dafür mehr als 400.000 Euro Gebühren zahlen müssen. Natürlich werden viele Unternehmen, die keine Alternative haben, diese Gebühren zahlen. Aber warum sollten wir das tun, wo wir ja eine eigene Crwod haben, die uns gerne Geld für die Schaffung von Arbeitsplätzen in Ghana leiht.

Also vergingen weitere Wochen bis ich die Lösung hatte. Eine auf Genehmigungsverfahren spezialisierte Kanzlei hat Gefallen an unserem Geschäftsmodell gefunden und uns angeboten, uns zu helfen, die Kampagne in Eigenregie durchzuführen. Anstelle der 400.000 Euro hat uns dieser Service weniger als 10.000 Euro gekostet, inkl. Behördengebühren. Also fast 50 mal weniger, ganze 393.000 Euro!

Anfang November ging es mit einem einfachen Angebot los: Ihr leiht uns Geld damit wir eine moderne, solarbetriebene Schokoladenfabrik im ländlichen Ghana bauen können, genau da, wo auch die Bio-Bohnen für fairafric wachsen. Wir zahlen Euch dafür 8 oder 9 Jahre lang 5% Zinsen und Ihr ermöglicht die Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze in Ghana. Die Resonanz war überwältigend. Vor Weihnachten haben wir schon mehr als 1 Millionen Euro zusammenbekommen. Insgesamt haben wir bis Ende Januar 1,4 Millionen Euro eingesammelt (durch Anleihen, Schokoscheine und zinslose Darlehen). Die Kampagne läuft noch bis in den Herbst, bzw. bis beide Anleihen im Wert von je 999.900 Euro voll gezeichnet sind. 

Für mich ist das eine wunderschöne Geschichte. Wir arbeiten bei fairafric natürlich auch daran, den Geldgebern Zinsen zahlen zu können. Dass diese nicht an eine anonyme Bankkunden (oder nur die Bank) gehen, sondern an Menschen, die sich bewusst entschieden haben, genau uns zu unterstützen, fühlt sich so gut an. Dass wir Anlegern einen in heutigen Zeiten sehr attraktiven Zins von 5% zahlen können und diese Gleichzeitigkeit um die positiven Wirkungen ihres Geldes in Ghana bewusst sind, macht die Geschichte rund.

Für alle, die Interesse an einer Zeichnung haben, können sich hier umfassend informieren.

Diese Website ist Werbung für eine Anleihe, für die ein Wertpapier-Informationsblatt angefertigt wurde. Dieses können Sie hier herunterladen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.