Die Planungen für die neue fairafric Fabrik werden konkreter!

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Wer fairafric kennt, weiß um unser "Luxusproblem". Wegen der großen Nachfrage und unserer derzeitigen, vergleichsweise kleinen Produktionsanlage, sind häufig einzelne Sorten ausverkauft. Teilweise ist unser Lager in Deutschland komplett leer gefegt.

Dabei würden wir nur allzu gerne nicht nur die Nachfrage, die uns erreicht, bedienen, sondern auch noch weitere schaffen. Denn jede Tafel bedeutet zusätzliches Einkommen in Ghana und weitere Arbeitsplätze in der Weiterverarbeitung des Rohstoffs Kakao.

 

Warum genau können wir nicht größere Mengen produzieren?

1. Schokoladenproduktion: 

Die Maschinen, mit denen wir bei unserem Produktionspartner derzeit produzieren, sind alt, schwerfällig und fallen oft aus. Kernteil der Anlage ist eine Produktionsanlage, die früher in Deutschland Schogetten-Schokolade produziert hat. Einige Teile kommen noch aus den 1950igern. Hier wären dringend Investitionen notwendig, die unser Produktionspartner verständlicherweise nicht macht. Neben ein wenig Schokolade für den lokalen Markt wird in der Anlage nur Schokolade für fairafric produziert. Sollten wir als Kunde eines Tages wegfallen, würden sich Investitionen in die Anlage nicht auszahlen. Wir verstehen das.

2. Bio-Produktion: 

Wir wechseln uns mit der Produktion in der Anlage ab. Wollen wir produzieren, muss nicht nur die Schokoladenproduktion komplett geleert werden, es müssen auch alle Tanks aufwändig von innen gereinigt werden. Die Rohre werden mit viel Bioschokolade gespült, um eine Vermischung mit konventioneller Schokolade zu vermeiden. In der Erstverarbeitung der Bohnen zu Kakaomasse und -butter wird die ganze Anlage für die Reinigung stillgelegt. Daher produzieren wir nur noch nach geplanten Wartungsarbeiten, die mit der Reinigung zusammengelegt werden können. Für jede Produktion planen wir mit 2,5 Tonnen Kakaomasse, die zum Spülen der Leitungen eingesetzt wird und später zu konventionellem Kakao abgestuft werden muss.

3. Produktionspartnerschaft

Da wir die Anlage, auf der wir produzieren, nicht besitzen, treffen wir auch die Investitionsentscheidungen nicht. Unser Produktionspartner hat sich, richtigerweise, dazu entschlossen, die Schokoladenproduktion zu vernachlässigen. Die Priorität ist die Verarbeitung von Kakaobohnen zu Kakaomasse, für die es einen unerschöpflichen weltweiten Markt gibt. Zudem werden die Kakaobohnen von der ghanaischen Regierung an lokale Verarbeiter mit einem Rabatt verkauft. Nach der Kakaoverarbeitung hat sich unser Produktionspartner mittlerweile darauf konzentriert, Schokoladencreme und Trinkschokoladenpulver in kleinen Portionen zu verkaufen. Die Produkte sind optimal für den lokalen Markt und dies ist aus unserer Sicht die total richtige Investitionsentscheidung, auch wenn wir dabei auf der Strecke bleiben. Zusätzlicher Anreiz: Die Regierung will jedem Schulkind täglich einen Kakaodrink zur Verfügung stellen und hat sich dazu entschlossen, diesen von unserem derzeitigem Partner zu beziehen.

 

Die Lösung

Die Lösung? Unsere Stärken zu verbinden! Wir werden eine moderne, skalierbare und solarbetriebene Bio-Schokoladenproduktion aufbauen. Den ersten Schritt der Verarbeitung, die Kakaobohnen zu Kakaomasse und -butter zu machen, wird weiterhin unser Produktionspartner übernehmen. Denn dieser hat in die Verarbeitung von Bohnen viel investiert und besitzt mittlerweile 4 Verarbeitungslinien. Die Vorteile dieser Aufgabentrennung sind dann insbesondere:

 

1. Produktverfügbarkeit

Mit einer maximalen Kapazität von fast 4 Millionen Tafeln Schokolade im Monat werden wir für Jahre hinweg keine Kapazitätsengpässe haben.

2. Bio

In der fairafric Fabrik werden nur Bio-Zutaten verarbeitet. Dies macht aufwändige Trennung und Reinigung unnötig und erleichtert jeden Aspekt der Zertifizierung.

3. Weitere Schokoladenprodukte

Wir werden nicht nur weitere Sorten (z.B. mit Inklusionen wie Nüssen, dunkle Schokoladen mit >80% Kakaoanteil) sondern auch verschiedenste Schokoladenprodukte wie Pralinen, handgeschöpfte Schokoladen, saisonale Produkte (Weihnachten, Ostern), Produkte mit westafrikanischen Trockenfrüchten, usw. produzieren können.

4. Direkte Arbeitsplätze

Bisher haben wir nur indirekt Arbeitsplätze geschaffen. Das wird sich mit dem Betrieb einer Fabrik natürlich ändern. 50 direkte, qualifizierte Arbeitsplätze entstehen schon im ersten Jahr. Viele Tausend Menschen werden indirekt profitieren. Allein in der ländlichen Region Suhum, wo wir bauen werden, entsteht pro Jahr ein zusätzliches Einkommen von über einer Millionen US$.

5. Standort

Die Fabrik wird in der Anbauregion unseres Bio-Kakaos errichtet. So ermöglichen wir es unseren Kakaofarmern zu erleben, was mit ihren Bohnen nach der Ernte passiert. Zusätzlich erreichen uns immer wieder Anfragen, ob ein Besuch in der Fabrik oder auf der Kakaofarm möglich ist. Was bisher durch kleine Teams immer schwer war, wird zukünftig ein klarer Fokus sein. Die Fabrik wird mit einem Besuchskonzept gebaut, in alle Betriebsabläufe kann "reingeschaut" werden. Die gläserne Produktion spiegelt unsere gelebte Transparenz bestens wieder. Interessierte können einen Besuch auf der Kakaoplantage mit dem der Fabrik kombinieren.

6. Chocolatier-Schule

Wir werden eine kleine Schule für angehende ghanaische Chocolatiers eröffnen. Chocolatiers entwickeln als Confiserie-Experten nicht nur neue Rezepte, sie arbeiten auch handwerklich mit Schokoladenmasse. Dadurch werden wir mit der neuen Fabrik in der Lage sein, zusätzlich eine Artisanal-Produktlinie auf den Markt zu bringen.

 

 

 

Die Herausforderungen

 

Auf dem Weg zur fairafric Schokoladenfabrik warten zwei große Herausforderungen: Woher das Know-How nehmen, eine moderne Schokoladenfabrik zu bauen? Und wie kann man diese finanzieren?

Die Know-How Herausforderung haben wir seit Mai 2019 gelöst. Seitdem ist Ludwig Weinrich Gesellschafterin von fairafric geworden. Die Herforder Schokoladenexperten sind kaum jemandem ein Begriff. Und das, obwohl sie über eine Millionen Tafeln Schokolade pro Tag in ihrem Werk in Deutschland produzieren; wohlmerklich vor allem für bekannte Schokoladenmarken. Weinrich war einer der ersten Produzenten von Fairtrade und Bio Schokoladen in Europa, hat also viel Erfahrung damit, Schokolade nachhaltiger zu machen. Weinrich steht uns für alle technischen Belange an der Seite und hat sich bereit erklärt, ghanaische Ingenieurstalente in Deutschland in ihrem Werk auszubilden.

Die zweite Herausforderung: Das liebe Geld. Bisher haben wir uns immer mit Euch, unseren Kund*innen und Fans finanziert. Sei es über Kickstarter, über Seedrs (Eigenkapital) oder über Darlehen und Schokoscheine. Der Vorteil liegt auf der Hand: Wir erarbeiten die Kapitalkosten, insb. Zinsen, nicht für Finanzinvestoren oder Banken, sondern für Euch, unser Netzwerk. Wer bei fairafric investiert, bekommt einen attraktiven Zins, fairafric hat Kapital für das Wachstum und weitere Arbeitsplätze entstehen in Ghana, ein win-win-win!

 

Wie geht es weiter?

Alle Pläne sind gemacht, wir haben quasi unsere Einkaufslisten gemacht. Im letzten Schritt geht es nun daran, im Rahmen von Crowdlending das Geld für Maschinen und das Fabrikgebäude einzusammeln. Da kommt Ihr ins Spiel. Wir bieten Euch eine attraktive Rendite (4 bis 6%) und Laufzeiten zwischen 7 und 10 Jahren, wenn Ihr uns finanziell beim Bau der neuen Produktionsanlage unterstützen wollt.

Hier geht es zur Zeichnung der fairafric Anleihe.