Fabrik Update

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Wer uns aktiv verfolgt wird schon wissen, wie unser größtes Ziel für 2020 lautet: Die Fertigstellung unserer neuen, solarbetriebenen Schokoladenfabrik in der ländlichen Region Suhum in Ghana. Der Bau der Fabrik, welche voraussichtlich im Herbst diesen Jahres fertiggestellt wird, läuft trotzt der aktuellen Situation ziemlich reibungslos ab. Hier halten wir Euch über die Schritte bis zur Fertigstellung der Fabrik auf dem Laufenden:

Woche 1-3: Wir bauen! Ah, erst einmal Bürokratie

Bevor wir loslegen können, müssen wir den geplanten Bau erstmal registrieren und verschiedene Genehmigungen einholen. Neben Lebensmittel-Genehmigungen ist außerdem eine Genehmigung der ghanaischen Feuerwehr einzuholen. Weiterhin gilt es zu klären, ob unser geplanter Standort überhaupt für Industriezwecke genutzt werden darf. Hierfür ist ein Termin bei der nächsten Stadtversammlung in Suhum angesetzt.

Woche 4-7: Wir dürfen bauen! Ah, noch mehr Bürokratie

Wir haben die Genehmigung erhalten, an unserem geplanten Standort eine Fabrik für geschäftliche Zwecke errichten zu dürfen. Ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg zur ersten solarbetriebenen Schokoladenfabrik in Suhum. Auch auf die Umwelt muss natürlich geachtet werden, weshalb genau geklärt wird, in welchem Bereich unsere Fabrik wie gebaut werden darf. Auch dafür werden Genehmigungen des Ministeriums für Umwelt und Wissenschaft benötigt. Wir sind zuversichtlich, diese bald zu erhalten. Wir benötigen noch einen vorläufigen Umweltbericht, weshalb wir aktuell eine*n unabhängige*n Prüfer*in suchen, welche*r uns diesen verfassen kann. Zuversicht macht sich breit, dass die bürokratischen Schritte bald erledigt sind.

Woche 8-10: Genehmigung um Genehmigung – wir kommen voran

Unser vorläufiger Umweltbericht wurde fertiggestellt und an der entsprechenden Stelle eingereicht. Nach der Überprüfung werden wir das Thema hoffentlich abhaken können. Bei einem persönlichen Besuch beim Regional-Direktor des zuständigen Planungsbüros haben wir noch einmal klargemacht, wie dringend wir die Genehmigung des Ministeriums für Umwelt und Wissenschaft benötigen. Nachdem wir das Finanzielle und die Buchhaltung geklärt haben, wird alles in die Wege geleitet. Auch mit dem Finanzamt galt es, einige Dinge zu klären. Wir arbeiten uns also weiterhin durch einen Berg an bürokratischen Bestimmungen. Die Vorfreude endlich mit dem Bau zu beginnen, steigt täglich.

Woche 11-13: Verhandlungen mit lokalen Bauträgern in der Endphase, es geht bald los

Für uns war von Anfang an klar und auch ein Kriterium, mit lokalen Baufirmen zusammenzuarbeiten. Nach einigen Verhandlungsrunden haben wir entsprechende Partner*innen gefunden, ein Konsortium aus südafrikanischen und ghanaischen Baugesellschaften. Nun können die Bodenarbeiten recht zügig beginnen. Wir sehen also das Licht am Ende des Tunnels und wir sind optimistisch, mit dem nächsten Update tolle Neuigkeiten präsentieren zu können!

Woche 14: Die Auswirkungen von COVID-19 zeigen sich auch in Ghana

Weltweit haben fast alle Länder eine Ausgangssperre im Zuge des neuartigen Coronavirus verhängt. Auch die Regierung in Ghana verhängt solche Auflagen und schließt den Flugverkehr und macht die Grenzen dicht. Wir müssen auf eine schnelle Besserung der Lage hoffen. Die Sicherheit unserer Mitarbeiter*innen vor Ort steht für uns dabei aber natürlich an erster Stelle.

Woche 15-16: Es geht endlich los! Die Baustelle wird unser Arbeitsplatz

Nach wochenlangen Gesprächen und zähen Verhandlungen können wir endlich loslegen! Wir beginnen mit den Bodenarbeiten und der Landvermessung in Suhum. Alle involvierten Personen sind voller Tatendrang, eine hochmoderne, solarbetriebene Schokoladenfabrik zu errichten. Wir führen uns noch mal vor Augen, was dies für die Menschen und die Region bedeutet. Ein tolles Gefühl.

Die Landvermessungen sind in vollem Gange

Die Landvermessungen sind in vollem Gange

Woche 17: Endlich! fairafric ist ein Freihandelszonen-Unternehmen

Nach wochenlangem Hin und Her konnte dank großzügiger Hilfe des Büros des ghanaischen Präsidenten Akufo-Addo unsere letzte, noch ausstehende Genehmigung eingetütet werden: Die Eintragung als Freihandelszonen-Unternehmen. Jetzt ist die bürokratische Vorarbeit endlich komplett abgeschlossen, wodurch wir uns vollkommen auf den Bau unserer Fabrik konzentrieren können. Ein erleichterndes Gefühl.

Woche 18: Elektrizität und fließendes Wasser sind auch beim Bau einer Fabrik die Grundlagen

Bevor das Grundgerüst der Schokoladenfabrik überhaupt von der Planung in die Realität umgesetzt werden kann, muss die riesige Baustelle sowohl mit Elektrizität als auch fließendem Wasser versorgt werden. Dies wurde Anfang Mai gewährleistet, wodurch wir endlich von der Planungs- in die Umsetzungsphase übergehen können.

Endlich kann es losgehen: Unser Team ist bereit

Woche 19: Der Bau kann endlich beginnen – oder doch nicht?

Nachdem wie angesprochen die Grundlagen geschaffen wurden, können wir endlich mit dem Bau loslegen. Das für den Bau hauptverantwortliche Partnerunternehmen “Group Five” ist nun vor Ort und soll mit der Arbeit beginnen. Doch bevor wir beginnen können, scheint uns Mutter Natur einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen. Der Boden auf welchem unsere Fabrik stehen soll, enthält laut unserem Partner eventuell einen zu hohen Lehmanteil. Wir müssen erneut Proben durchführen. Worst Case? Wir müssen mit erheblichen Verzögerungen rechnen. Wir beginnen jedoch voller Tatendrang und lassen uns nicht aus der Bahn werfen. Doch auch abseits des Fabrikbodens gibt es Neuigkeiten: Einer unserer Zulieferer, Bühler Germany hat uns informiert, dass die Formanlage für unsere Fabrik eventuell verspätet ankommt. Die Woche lief also nicht perfekt. Wir bleiben dennoch positiv. Wie sagt man so schön: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut!

Trotz einiger Probleme läuft alles nach Plan

Die nächste Woche beginnt mit dem allgegenwärtigen Thema des Lehmanteils in unserem Boden. Zu unserer Erleichterung haben wir mittels Bodenproben herausgefunden, dass das Problem doch kein wirkliches Problem darstellt. Die Arbeiten am Fundament sind schon in vollem Gange. Das Verputzen der Innenseite der Mauer, welche rund um unser Gelände stehen wird, ist inzwischen abgeschlossen. Tolle Arbeit, wenn man die Länge des Zauns bedenkt! Die Arbeiten an der Außenseite beginnen nun. Die kleine Verzögerung aus der Vorwoche wird durch unsere motivierten Kolleg*innen vor Ort wieder reingeholt. Auch von Bühler Germany erreichen uns tolle Neuigkeiten: Die in der Vorwoche angekündigten Verzögerungen können doch abgewendet werden. Die Fertigstellung des Entwässerungssystems steht kurz bevor. Dies ist wichtig, um das Gebäude von eventuellen Sturmschäden zu bewahren.

Woche 20/21: Warten auf die Grenzöffnung – und immer wieder dieser Lehm

Die Maschinen von Bühler kommen im geplanten Zeitraum an. Es gibt aktuell jedoch das Problem, dass die Fluggesellschaften noch keine Auslandsflüge nach Ghana zulassen. Ein externes Team wird aber dringend benötigt, um die Maschinen zu installieren. Wir arbeiten hart an Lösungen und bereiten alles nötige vor. Die gute Nachricht lautet, dass wir das Team schon zusammengestellt haben, sodass es direkt losgehen kann, sobald wir das Go bekommen.

Auf der Baustelle gibt es trotz Verzögerungen große Fortschritte

Abseits des Einreiseproblems tritt ein altes Problem erneut auf: Der Lehmanteil im Boden ist doch schlimmer als befürchtet. Um das Gebäude langfristig zu schützen, wurde beschlossen, 25cm Kies unter die Bauplattform zu mischen. Dies wird auch die Planung anderer Bereiche beeinflussen, was die Kosten nach oben schrauben wird. Unsere Stahlrahmen werden nächste Woche ankommen und auf die Baustelle gebracht, sobald der Bau des Fundaments abgeschlossen ist. Tolle Neuigkeiten gibt es beim Bau unserer Sicherheitsturms: Ausgrabungen haben begonnen und sollten zeitig fertiggestellt werden.

Es standen außerdem noch weitere Schulungen zum Thema Hygiene und Handhabung der Corona-Regeln an. Das Thema soll und darf trotz des Alltags nicht vernachlässigt werden. Die Sicherheit unserer Mitarbeiter*innen steht über Allem!

Woche 22: Weitere Arbeiten am Fundament – und mal wieder Mutter Natur

In dieser Woche wurde weiter daran gearbeitet, dass Lehmproblem zu beseitigen. Unsere 70 Mitarbeiter*innen sind ständig vor Ort und dabei, die Kiesschicht zu integrieren sowie den Entwässerungskanal fertigzustellen. Im Hafen sind pünktlich und wie erwartet unsere Stahlrahmen angekommen. Leider gab es auch in dieser Woche wieder unvermeidbare Verzögerungen : Durch heftigen Regenfall wurde die Arbeit deutlich verlangsamt und erschwert. Doch auch der Regenfall hat etwas positives: Unser Entwässerungssystem funktioniert.

Auch trotz starker Regenfälle geht es auf der Baustelle weiter

Woche 23: Das Fundament wurde (fast) gelegt

Die Woche war wieder von heftigen Regenfällen geprägt. Dies konnte den Einsatz vor Ort aber nicht wirklich bremsen. So zeichnet sich so langsam ein klares Bild auf der Baustelle ab, denn das Fundament steht kurz vor seiner Fertigstellung! Tolle Neuigkeiten. Auch die ersten Container mit Stahlträgern sind inzwischen auf der Baustelle angekommen. Innerhalb der nächsten zwei Wochen wird uns Bühler und LoeschPack die Maschinen für unsere Fabrik schicken. Die Woche lief also sehr zufriedenstellend und man erkennt langsam das große Ganze.

Das Fundament ist fast komplett gelegt und auf der Baustelle zeichnet sich ein klares Bild ab

Woche 24: Das Leben ist nicht 100% planbar – eine Fabrik ebenfalls nicht

Durch schwere Regenfälle und dem immer noch sehr präsenten Restriktionen wegen Covid-19 kommt es leider zu Verzögerungen von einigen Wochen. Die ersten Schokoladentafeln werden also voraussichtlich Mitte September über das Band laufen. Auf der Baustelle geht es aber weiter gut voran, denn die ersten Stahlträger wurden soeben errichtet. Bühler packt währenddessen in Deutschland und der Schweiz unsere Container und macht diese für den Transport nach Ghana bereit. Geplanter Reisebeginn: Nächste Woche.

Die ersten Stahlträger ragen auf der Baustelle empor

Woche 25: Die Container können kommen

Anfang der Woche stand ein Test sowohl für unsere Formanlage von Bühler als auch für unsere Verpackungsmaschine von LöschPack an. Dieser Test sollte sicherstellen, dass die Kompatibilität gewährleistet werden kann. Dies war zum Glück der Fall, weshalb die Lieferung der Container endlich losgehen kann! Der Bau der Fabrik hat eine kleine Verzögerung erlitten, da einige Komponenten bei der letzten Lieferung gefehlt haben. Diese werden nun durch lokale Bauträger ersetzt. Bühler wird voraussichtlich im August vor Ort sein, weshalb der Produktionsstart im September weiterhin unser angepeiltes Ziel ist.

Die Bauarbeiten gehen weiterhin gut voran

Woche 26: Wir dürfen bald wieder fliegen!

Die Woche begann mit tollen Neuigkeiten: Ghana wird zwischen dem 15. und 31. Juli seine Grenzen für den internationalen Flugverkehr öffnen, sodass wir nun weitere Planungssicherheit haben. Vor Ort kommt alles gut voran, die Stahlrahmen sind so gut wie fertiggestellt und die verzögerte Errichtung unserer Betonplattform wird auch nächste Woche gestartet. Unsere Mitarbeiter*innen vor Ort machen dieses Wochenende eine verlängerte Pause, da sie die letzten 4 Wochen unermütlich im Einsatz waren. Auch Entspannen muss bei aller Motivation mal sein!

Es zeichnet sich immer mehr ab, wie unsere Fabrik bald aussehen wird

Woche 27: Sind wir dicht? Ja wir sind dicht!

Die Woche begann mit einem Verdichtungstest. Dieser war notwendig, bevor es zur geplanten Errichtung der Betonplattform kommen konnte. Der Test verlief sehr gut, wir müssen uns allerdings gedulden und auf das Zertifikat warten, weshalb sich der Bau um ein paar Tage verzögert. Die Woche war durch viele kleinere Arbeiten wie dem Fliesen des Bodens der Sicherheitstürme, Elektoarbeiten sowie der Fertigstellung des Sicherheitstores geprägt. Es läuft weiterhin alles nach Plan und es gab keine nennenswerten Rückschläge. So kann es weitergehen!

Wir freuen uns, Euch an dieser Stelle weiterhin Einblicke in die aktuellen Geschehnisse zu geben. Auch für uns zeigt sich aktuell, dass trotz monatelanger Planung häufig ungeplante Einflussfaktoren auf einen zukommen. Durch die vielen Fortschritte und die positive Grundstimmung auf der Baustelle können wir die kleinen Verzögerungen aber ohne Probleme verkraften. Wir sind weiter zuversichtlich, Euch bald weitere Neuigkeiten präsentieren zu können.