fairafric wird zum zweiten Jahr in Folge zum klimaneutralen Unternehmen gekürt!

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„Klimaneutral, was heißt das denn eigentlich?“ – diese Frage hören wir oft. Deswegen möchten wir euch nun erklären, was es mit dem Begriff auf sich hat und warum dieser für die fairafric GmbH relevant ist. Ihr erfahrt wie wir die sogenannte Klimaneutralität nun schon zum zweiten Mal erzielen konnten und wie wir unsere Emissionen pro Tafel Schokolade erheblich gesenkt haben.

Das 1x1 der Klimaneutralität

Jede Handlung (sei es in einem Unternehmen oder privat) hat Folgen.

Die Klimaneutralität beschäftigt sich mit den Kohlenstoffdioxid-Emissionen von Handlungen.

Der sogenannte CO₂-Fußabdruck ist die Summe jeglicher CO₂-Emissionen die mit einer bestimmten Handlung (z.B. das Produzieren von Schokolade in Ghana) einher gehen.

Ist der CO₂-Fußabdruck negativ, fügt die Handlung der Umwelt und somit unserem Ökosystem erheblichen und oft irreversiblen Schaden zu.

Leider lässt sich ein negativer CO₂-Fußabdruck oft nicht vermeiden.

Darum bieten Kompensationsdienstleister wie unser Partner das natureOffice, die Möglichkeit, negative Fußabdrücke auszugleichen.

Durch das finanzieren von Projekten mit einem positiven CO₂-Fußabdruck kann so die sogenannte Klimaneutralität erreicht werden.

Zusammengefasst ist das akribische Kalkulieren und Ausgleichen der Emissionen also ein toller Lösungsansatz für Unternehmen, die ohne jeglichen CO₂-Ausstoß ihre Tätigkeiten schlichtweg nicht ausführen könnten. fairafric ist so ein Unternehmen. Beispielsweise müssen wir um die Qualität unserer super-fairen und leckeren Schokolade gewährleisten zu können, Kühlungssysteme einsetzen. Gerade der Kühlcontainer, den wir beim Verschiffen einsetzen, ist bereits das eine oder andere Mal auf Gegenwind gestoßen, da dieser mehr emittiert als ein ungekühlter Container (der für den Import von Kakaobohnen benutzt wird). Wir sind uns hierrüber durchaus bewusst und genau aus diesem Grund arbeiten wir auch mit dem natureOffice zusammen.

Fakt ist, dass es unglaublich schwer für ein Unternehmen ist– wenn nicht unmöglich – in allen Nachhaltigkeitsbelangen gleichzeitig zu brillieren. Die soziale Nachhaltigkeit ist unsere Stärke und unser Triumph. Durch das Verlagern der Produktion in das Ursprungsland der Kakaobohne, in unserem Fall Ghana, haben wir eine enorme soziale Wirkung vor Ort und schaffen so langfristig Perspektiven. Aber auch in Sachen ökologischer Nachhaltigkeit können wir bereits so einiges vorweisen. So versuchen wir zum Beispiel beim Transport immer, volle Container zu verschiffen. In Deutschland radeln fast alle in unser Münchner Hauptquartier und um Geschäftstermine wahrzunehmen, werden die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt. Wir regeln unsere Finanzen grün, lassen unsere Druckerpatronen wieder befüllen und vieles mehr. Hier kannst du mehr zum Thema Nachhaltigkeit in unserem Büro nachlesen.

Alle Umwelteinflüsse die sich eben (noch) nicht vermeiden lassen, weil sie „technisch nicht möglich, oder wirtschaftlich nur schwer realisierbar [sind]“ (natureOffice, fairafric: Studie 2018 – Klimaneutrales Unternehmen, s. 5) gleichen wir seit 2017 aus, indem wir mit Hilfe von dem natureOffice in zwei Projekte in Westafrika investieren die uns nah am Herzen liegen. Diese wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten:

PROJEKT TOGO

Die Idee zu diesem Projekt ist 2010 entstanden und hat die Naturwaldaufforstung in Togo zum Ziel. Das natureOffice hat seit 2013, unter anderem mit Hilfe von unseren Geldern, bereits mehr als 1,5 Millionen Bäume gepflanzt und 4 Wasserbrunnen gebaut (hier gibt es mehr Informationen).

TOYOLA Clean Cookstoves

Dieses Projekt zielt auf die Energieeffizienz von Haushalten in Ghana. Toyola Coalpots, das sind Öfen, die den Brennstoffbedarf pro Jahr um etwa 30% reduzieren können, ersetzten herkömmliche Kochstellen. Ein weiterer Pluspunkt sind verringerte Schadstoffausstoße die einen positiven Einfluss auf die Gesundheit der lokalen Gemeinschaft haben (hier gibt es mehr Informationen).

Die Kompensation der Emissionen zusammengefasst

Zuerst wird der sogenannte Corporate Carbon Footprint berechnet – das sind wie oben bereits erklärt, alle CO2- Emissionen die die fairafric GmbH während des letzten Kalenderjahres (2018) mit ihren Tätigkeiten erzeugt hat. Für die Berechnung werden relevante Daten benötigt. In unserem Fall wurden so unter anderem die Betriebsressourcen (z.B. unser Büro), die Mobilität der Schokolade (z.B. die Verschiffung), die Geschäftsmobilität (z.B. Messebesuche) und auch der Materialeinsatz und das Verpackungsmaterial mit eingerechnet. Nach Berechnung der Emissionen haben wir dann CO2- Zertifikate erworben, welche die Höhe der Emissionen durch Investitionen in die zwei oben genannten Projekte ausgleicht.

61,272 Tonnen CO2e

Das ist die Menge an CO2 die wir bis dato kompensiert haben. Und weil es schwer ist, sich vorzustellen, wie viel das ist, veranschaulicht das natureOffice die Menge mit diversen Beispielen. So entsprechen 61,272 Tonnen CO2e beispielsweise:

Abbildung 1. Trackinginformation des natureOffice zu fairafric

Um diese Menge einzusparen, müsste beispielsweise folgendes geschehen:

Abbildung 2. Trackinginformation des natureOffice zu fairafric

Diese und viele weitere Beispiele als auch weitere Informationen zu unserem Zertifikat findet ihr hier.

Mehr Schokolade und weniger Emissionen – wie geht das?

Im Jahr 2018 haben wir deutlich mehr Schokolade produziert und verkauft als im Vorjahr. Das Resultat ist logischerweise eine Erhöhung unserer Emissionsmengen. So hat sich unser CO2-Ausstoß mehr als verdoppelt. Hierbei haben vor allen Dingen der Rohstofftransport, die Rohstoffe selbst, die Verpackung und der Transport der fertigen Schokolade eine beachtliche Rolle gespielt. Das ergibt auch Sinn, denn je mehr Schokolade produziert wird, desto mehr Rohstoffe etc. werden benötigt. Allerdings konnten wir durch die effizientere Produktion auch eine Senkung der CO2-Emissionen um 16% pro Schokoladentafel verbuchen! Das liegt daran, dass die größeren Mengen an Schokolade uns weniger Verwaltungsaufwand gekostet haben und auch die Rohstoffe in größeren Mengen (und somit effizienter) angeliefert wurden. Hinzu kommt, dass wir die Geschäftsmobilität im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert haben, da die Zusammenarbeit mit unseren Partnern vor Ort mit jedem Jahr reibungsloser abläuft.

Figur 1. Studie 2018 des natureOffice zu fairafric (s.10)

Für alle die nun neugierig geworden sind und sich detaillierter mit der Thematik beschäftigen wollen, den empfehlen wir einen Blick auf unsere Klimaneutralitätsstudie zu werfen. Diese findet ihr hier. Dort findet ihr viele weitere veranschaulichende Grafiken zu fairafric’s CO2-Emissionen im Jahr 2017 und im Jahr 2018, als auch nützliche Erklärungen zum Corporate Carbon Footprint und zu dessen Berechnung. Wir schmieden in der Zwischenzeit Pläne, wie wir unseren CO2-Fußabdruck weiter reduzieren können und hoffen, dass wir den einen oder die andere mit der Thematik der Klimaneutralität begeistern konnten!