Wer sind eure Partner in Ghana?

Seit 2017 arbeiten wir mit ca. 1.500 Bauern zusammen, die in unserer Partnerkooperative Yayra Glover organisiert sind. Neben Bio-Anbau schult die Kooperative die Bauern im Farmmanagement, um den Ertrag und die Qualität des Kakao zu steigern und damit die Einkommen der Bauern zu erhöhen. Ein paar weitere Informationen findet Ihr hier. Alle Zutaten transportieren wir in unsere Fabrik vor Ort, unser Partner heißt Niche. Hier wird aus Kakaobohnen und allen weiteren Zutaten unsere lecker-faire Schokolade hergestellt und fertig verpackt.

Welcher Anteil vom Kaufpreis fließt nach Afrika

Etwas mehr als ein Drittel des Nettopreises. Bei einer durchschnittlichen Tafel Schokolade sind dies nur ca. 6%. Bei fair gehandelter Schokolade können es auch mal 7 bis 8% sein. Um dem Ursprungsland einen wirklich fairen Anteil an Deiner Schokolade zu sichern, bringen wir all die gut bezahlten Arbeitsplätze in der Verarbeitung und Produktion nach Ghana.

Damit der Handel seine Kosten (Gebäude, Personal, Kapitalkosten,…) decken kann, bekommt er etwas weniger als ein Drittel des netto Kaufpreises. Die fairafric GmbH benötigt das verbleibende Drittel um Kosten für Vertrieb, Marketing, Zertifizierungen, Transport, Lagerung und Personal zu decken.

Wie steht ihr zu Kinderarbeit?

Kinderarbeit ist für fairafric absolut tabu, hier gibt es Null Toleranz. In jedem Dorf hat unsere Partnerkooperative einen Repräsentanten, der unter anderem auch sicherstellt, dass das Thema Kinderarbeit ernst genommen wird und etwaige Verstöße meldet. Es gab seit Jahren keinen Fall mehr. Generell ist zu sagen, dass Kinderarbeit in ganz Ghana ein geringeres Problem darstellt als in den Nachbarländern Elfenbeinküste und Togo.

Das bedeutenste ist, dass unsere Bauern es verstanden haben, dass Investitionen und Bildung sich lohnen. Investitionen in Ressourcen und bessere Anbaumethoden bringen mehr Ertrag. Und Investitionen in ihre Kinder und deren Bildung bringen deutlich mehr als deren Arbeit auf den Plantagen. Durch das zusätzliche Einkommen, das unsere Bauern durch die Bio Zertifizierung und das Training in effizientem, nachhaltigen Landbau erzielen, können sie sich eine lange Ausbildung ihrer Kinder leisten. Schon heute haben einzelne Kinder unserer Bauern einen Universitätsabschluss!

Unsere Erfahrung zeigt, wenn wir Bauern mehr bezahlen für den Kakao, dann investieren sie dieses zusätzliche Einkommen in die Bildung ihrer Kinder. Sie wissen um die Bedeutung der Bildung für ihre Kinder, es gilt keinen Schultag zu verpassen.

Was ist der Unterschied zwischen fairafric und fairtrade?

Für fairafric steht die Verlagerung der Wertschöpfung nach Afrika im Vordergrund. From bean to bar in Africa! Durch die Produktion vor Ort schaffen wir qualifizierte und gut bezahlte Arbeitsplätze.

Jeder dieser Jobs schafft laut Weltbank weitere 2,8 Jobs in Zuliefererbetrieben. Durch das gesteigerte Einkommen können unsere Arbeitnehmer ihren Kindern den Zugang zu weiterführender Bildung ermöglichen. Der nachhaltige Weg aus der Armut gelingt, davon sind wir überzeugt, durch Bildung. Dies ist auch der Ansatz unserer Partnerkooperative Yayra Glover.

Die Bauern durchlaufen den Prozess der Bio-Zertifizierung und werden dafür durch unseren Bonus von 600$ pro Tonne Kakao unterstützt. Zusätzlich investiert die Kooperative in die Ausbildung der Bauern. Das kommt der Ertragsmenge und der Qualität zu Gute. Und es lohnt sich für die Bauern, sie erwirtschaften aus eigener Kraft heraus zusätzliches Einkommen.

Wir haben nachgefragt, was sie als erstes mit dem gesteigerten Einkommen machen würden. Die Antwort war Bildung, die Bildung ihrer Kinder steht für unsere Bauern im Vordergrund.

Warum trägt fairafric Schokolade kein Fairtrade Siegel?

Unser Ansatz geht weiter als jede Zertifizierung. Zum einen zahlen wir höhere Preise an unsere Bauern pro Tonne Kakao als die Siegel. Unser Einkaufspreis liegt immer mindestens 600 USD über dem Mindestpreis. Das absolut entscheidende, wir verlagern die gesamte Produktion und damit 100 % der Wertschöpfung nach Afrika.

Damit entstehen in Afrika, neben Tätigkeiten auf Farmen, qualifizierte und gut bezahlte Arbeitsplätze in der Produktion von Endprodukten . Diese Jobs entstehen bei konventionellen Herstellern und auch bei herkömmlichen Anbietern vor Fairtrade Schokolade in Europa oder den USA leider nicht.  Das wollen wir ändern. Wir produzieren von der Bohne bis zur Tafel in Afrika.

Welchen Zucker verarbeitet fairafric?

In Afrika können wir leider keinen biozertifizierten und fair gehandelten Roh-Rohrzucker einkaufen. Darum beziehen wir fairen Bio-Rohrzucker aus Paraguay und senden diesen in unsere Fabrik in Ghana.

Bei welcher Temperatur schmeckt fairafric Schokolade am besten?

Das variiert je nach Sorte und deinen eigenen Vorlieben. Unsere Zartbitter-Sorten schmecken uns am besten über Zimmertemperatur (>25 Grad Celsius). Probier es gern aus und sag uns Deine Meinung. Aber Achtung, wenn wir die Schokolade nicht gleich essen wollen, lagern wir sie trocken bei niedrigeren Temperaturen.

Wieviel verdient der Handel an einer Tafel fairafric Schokolade?

Wir verkaufen die Tafel für 1,98€ netto (2,12€ inkl. Mwst.) an alle unsere Händler. Das liegt im Branchendurchschnitt. Damit bekommt der Handel für seine Kostendeckung (Gebäude, Personal, Kapitalkosten,…) etwas weniger als ein Drittel des netto Kaufpreises.

Für den Kakao und die Produktion in Afrika fallen etwas mehr als ein Drittel ins Gewicht (der Durchschnitt liegt bei 6%, die in Afrika ankommen) und die fairafric GmbH benötigt das verbleibende Drittel um Kosten für Vertrieb, Marketing, Zertifizierungen, Transport, Lagerung und Personal zu decken.

Mit welchem Paketdienst versendet Ihr?

Wir versenden weltweit mit DHL (gogreen – klimaneutraler Versand).

Wie lagere ich die Schokolade am besten?

Unsere Schokolade bleibt am längsten im besten Zustand bei trockener und kühler Lagerung zwischen 14 und 18 Grad Celsius.

Wieso benutzt ihr Aluminium als Innenverpackung?

Wir müssen unsere lecker-faire Schokolade nach der Lebensmittelgesetzgebung verpacken. Die Primärverpackung, die direkten Kontakt zur Schokolade hat, darf nicht aus recyclebaren Papier sein. Es gb zuletzt immer wieder Fälle, in denenRückstände in Schokolade gefunden wurde, die nicht in Aluminium verpackt war (Stiftung Warentest, Ökotest).

Absoluter Standard für qualitativ hochwertige Produkte ist eine direkte Verpackung aus Aluminium. Für zukünftige Produktionen sind wir auf der Suche nach in Afrika umsetzbaren Alternativen, die auch den Richtlinien der Lebensmittelgesetzgebung entsprechen aber ohne Aluminium auskommen.

Lebensmittelsicherheit hat bei uns allerhöchste Priorität, daher unterziehen wir alternative Verpackungen einer langfristigen Erprobung.

Sind alle Zutaten der fairafric Schokolade gentechnikfrei?

Ja, 100%. Im Zuge unserer Bio-Zertifizierung können wir dies auch lückenlos nachweisen.

Was bedeutet - from bean to bar in Africa - für fairafric?

Wir sind davon überzeugt, dass der Weg aus der Armut in vielen afrikanischen Ländern am besten durch die Verlagerung der kompletten Wertschöpfung in die entsprechenden Länder gelingen kann. Darum kaufen wir Kakao von Farmern die wir kennen, zahlen einen Bonus von 600 USD auf die Tonne Kakao und können jede Bohne bis zur Plantage zurückverfolgen.

Wir transportieren alle Zutaten in unsere Fabrik in Ghana, wo dann vor Ort die Schokolade hergestellt und zum Schluß fertig verpackt wird. Damit steigern wir Afrikas Einkommen an einer Tafel Schokolade um den Faktor 5 im Vergleich zu herkömmlichen Schokolade. Auch im Vergleich zu Fairtrade steigern wir das Einkommen Afrikas um ein Vielfaches mehr.

Wo bekomme ich fairafirc Schokolade in meiner Nähe?

Hier findest du deinen Laden um die Ecke. Vermisst Du Deinen Lieblingsladen? Dann sende uns den Namen und Ort, vielleicht gibt es unsere lecker-faire Schokolade dann auch dort. Oder einfach online bestellen, wir haben auch Abos!

Werden die Saisonarbeiter auf euren Plantagen angemessen bezahlt?

Die Bezahlung von Hilfsarbeitern (die neben Ernte vor allem auch das Pflegen der Plantagen übernehmen) ist Verhandlungssache zwischen den Arbeitern und den Plantagenbesitzern. Meistens ist es in Ghana so, dass alle Bauern sich gegenseitig helfen und sich mit gegenseitiger Arbeitskraft bezahlen, so arbeitet man immer in der Gemeinschaft, was als sehr wichtig erachtet wird. Alleine arbeiten gibt es in Ghana eigentlich gar nicht.

Ein Beispiel aus Suhum: Bei einem Besuch in Suhum in der Nähe von Accra Anfang 2017 habe ich, Hendrik (Gründer von fairafric), eine ältere Plantagenbesitzerin, die auf Grund ihres Alters selber nicht mehr arbeiten kann, gefragt, was es sie kostet, die Farm einmal komplett jähten zu lassen. Sie zahlt einem Arbeiter 20 Cedi am Tag und kocht jedem eine Mahlzeit, deren Wert bei ca. 5 Cedi liegen dürfte. Der gesetzliche Mindestlohn wurde in Ghana im Januar 2017 von 7 auf 8 Cedi (ca. 2 US$) pro Tag angehoben. 20 Cedi für einen Tagelöhner sind verhältnismäßig viel in Ghana. Sie benötigte 5 Arbeiter für 5 Tage.

Haben wir eine Frage nicht beantwortet? Dann schreibt uns gerne!

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