2013 Die Idee ist geboren

Mit Zelt und Rucksack bewaffnet bereist unser Gründer Hendrik Ostafrika. In Uganda trifft er Kaffeebauern die ihren eigenen Kaffee direkt auf der Farm machen, mit einer Pfanne wird geröstet und gemahlen wird per Hand. Nach dieser Erfahrung denkt Hendrik ständig darüber nach, was für einen riesen Unterschied es machen würde, Fertigprodukte in Afrika zu produzieren anstatt nur Rohstoffe zu exportieren. 

Schokoladenfan Hendrik realisiert schnell, dass das auch und vor allem für Kakao gilt. In Gesprächen mit Farmern versteht der Reisende schnell, dass das Leben für die Kakaobauern brutal ist; Einige sind so arm, dass sie ob der hohen Schulgebühren entscheiden müssen, welches ihrer Kinder in die Schule gehen kann. Initiativen wie Fairtrade, UTZ or Rainforest Alliance suggerieren, dass sie Millionen Menschen aus der Armut holen. Vor Ort sieht das Bild ganz anders aus. Ein paar Prozent mehr auf ein fast nicht existentes Einkommen ist immer noch fast nichts.

Entschlossen daran wirklich etwas zu ändern und Arbeitsplätze mit nachhaltigem Einkommen zu schaffen, beginnt Hendrik alles über Schokolade und Kakaoanbau zu lernen und macht sich auf den Weg nach Sierra Leone, einem Land nahe den schokoladenhungrigen Ländern Europas.

Manually breaking the shell off the coffee beans
Palm wine tapping in Sierra leone

2015 Westafrika - Ghana

Nach langem hin und her trifft Hendrik endlich den Kakaoverarbeiter (CPC), der am Ende fairafrics Produktionspartner wird. Eine Einigung über die noch zu gründende Made in Africa Schokoladenmarke ist schnell gefunden. CPC hat die richtigen Maschinen vor Ort um Schokolade zu produzieren und Hendrik hat die Rezepte und die Ambition, Made in Ghana Schokolade in die Welt zu bringen.

Ein weiteres weitreichendes Treffen, oder vielmehr eine Reihe dieser, haben mit Kuapa Kokoo stattgefunden. Auch hier entstand eine Partnerschaft, dieses Mal um das Wohl der Mitglieder der Kooperative zu verbessern. Weniger als ein Jahr später, nachdem fairafric bereits produziert war, hat Hendrik aktive Mitgliedersuche für Kuapa betrieben.

Hendrik with members and reps from Kuapa Kokoo

2017 fairafric wird bio und bunt!

Nachdem unsere ersten Schokoladen-Täfelchen den Weg von Ghana nach Deutschland geschafft haben, stellen wir fest: Wir wollen mehr! Mehr Sorten, mehr Händler und nicht nur ein faires, sondern auch ein Bio-Produkt. Beschwingt von der ersten erfolgreichen Kickstarter-Kampagne und motiviert durch die Rückmeldungen und das Interesse unserer Unterstützer*innen entscheiden wir uns, erneut ein Crowdfunding zu machen. Das Ziel: Sieben Sorten feinste Bio-Schokolade Made in Africa. Gemeinsam mit unseren neuen Partnern, der Kooperative Yayra Glover und dem Unternehmen Niche Cocoa gelingt uns, was wir uns kaum zu erträumen gewagt hätten: Im Herbst 2017 können wir drei Vollmilch-Varianten und vier Zartbitter-Sorten an unsere Kickstarter Unterstützer*innen und unser stetig wachsendes Händlernetzwerk ausliefern. Außerdem sind wir nun nicht nur bio-zertifiziert, sondern auch anerkannter Lieferant des Weltladen Dachverband. Wir sind überwältigt!

Hendrik with members and reps from Kuapa Kokoo

2014 Westafrika - Sierra Leone

Mal wieder nur mit einem Rucksack unterwegs kommt Hendrik relativ planlos in Sierra Leone an. Das kriegsgeplagte Land erweist sich als eines der schwersten Orte für Unternehmertum. Viele Treffen mit Farmern und Organisationen bieten wertvolle Einsichten in die vielen Herausforderungen für örtliche Kakaobauern.

Zum Schluss kommt aber die Einsicht, dass Sierra Leone nicht ganz der Ort für ein Schokoladen-Startup ist. Ein paar Tage bevor die ersten Meldungen über den Ausbruch der Ebola Epidemie die Medien in Europa erreichen macht sich Hendrik auf den Rückweg. Neben warmen Eindrücken von unfassbar freundlichen und aufgeschlossenen Menschen im Gepäck bringt Hendrik einen Kontakt nach Ghana mit, zu jemandem, der helfen kann, Schokolade in Afrika zu produzieren...

Hendrik with members and reps from Kuapa Kokoo

2016 Schokolade Made in Ghana

Im März 2016 wurde es ernst. fairafric war auf der Suche nach Kunden, die auf Kickstarter Schokolade vorbestellen. Ohne einen guten Grund zu glauben, dass wir in der Lage sind, Schokolade in Afrika zu produzieren, mal abgesehen davon, ob sie überhaupt schmeckt, haben hunderte Unterstützer an uns geglaubt und insgesamt 29.516€ beigesteuert.

Mit diesem Geld und der nochmal gewachsenen Motivation hat es nur 4 Monate gedauert, bis die ersten Tafeln im August produziert waren. Die Unterstützer haben dann im Oktober knapp 5.000 Tafeln erhalten. Seitdem haben wir in unzähligen Anrufen, persönlichen Gesprächen und Verkostungen immer mehr Händler überzeugt, fairafric in ihr Sortiment aufzunehmen. Auch für unsere Endkund*innen haben wir uns viele attraktive Pakete überlegt, die man im Online-Shop erwerben kann. 

Hendrik with members and reps from Kuapa Kokoo

2018 Was bisher geschah: Faire Ostern und allerlei Zuwachs

Dank der großen Nachfrage geht es im Januar schon wieder in die nächste Schokoladen-Produktionsrunde in Ghana. Dieses Mal mit dabei: Ein Fernsehteam von SPIEGEL TV, das unser Projekt genauestens unter die Lupe nimmt. Die Ausstrahlung der zugehörigen Sendung „Faire Ostern“ erfolgt (logischerweise) an Ostern 2018. Auch wenn wir aufgrund der gewachsenen Öffentlichkeit nun oft bis spät in die Nacht Pakete packen, beflügelt uns das positive Feedback im Nachgang der Sendung immens in unserer Arbeit. Auch sonst bleibt es spannend: Wir sind auf allerlei Messen unterwegs, das Team wächst stetig, und Gründer Hendrik erwartet Nachwuchs. Was hat 2018 noch für uns zu bieten?

was sagen unsere Kunden über fairafric?