Was fairafric-Schokolade mit den Hörnern der Kühe aus Schwäbisch-Hall zu tun hat

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Seid ihr Chocoholics und wollt alles über euer Lieblingsprodukt wissen? Oder treibt euch der Wissensdurst so um wie uns der Schokoladenhunger? Richtig seid Ihr hier in jedem Fall, wenn Ihr wissen wollt, wie die Milch in Eure Lieblings-fairafric-Schokolade kommt, was Schokolade mit Wissenschaft zu tun hat und wie fairafric sich für den Erhalt von Kuh-Hörnern einsetzt.

Dieser Genuss ist unvergleichlich: An einer frischen Tafel Vollmilchschokolade riechen, hineinbeißen, den zarten Schmelz spüren und die Cremigkeit der Schokolade mit allen Sinnen erfahren. Lass das Stück Schokolade auf Deiner Zunge und bewege es ganz behutsam hin und her bis es komplett geschmolzen ist. Dabei ist die Milch ein wesentlicher Bestandteil der Schokolade, die diese so zart werden lässt.

Egal, ob ihr eine klassische fairafric-Vollmilchschoki mit 43% Kakao genießt oder die ausgefallenere Variante mit Meersalz probiert: Uns ist wichtig, dass ihr den vollen Überblick habt, woher die Milch in dieser Schokolade kommt und wie sie dort überhaupt hineingelangt.

Wir verwenden für alle unsere Schokoladenkreationen ausschließlich Bio-Milchpulver aus dem Landkreis Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg. Genauer gesagt aus Schrozberg. In dieser Landidylle leben Milchbauern mit einem großen Ziel: Das Leben ihrer Milchkühe so artgerecht wie möglich zu gestalten. Zu diesem Zweck wirtschaftet die Schrozberger-Milchbauern-Genossenschaft[1] schon seit 1975 nicht nur öko und bio, sondern zu 100% demeter.

Viele fragen sich nun vielleicht, warum wir für unsere Schokoladenproduktion überhaupt auf Milchpulver zurückgreifen, denn in fast allen Schokoladenwerbungen ist normale Milch zu sehen. Tatsächlich ist es aber so, dass in Milchschokolade immer Milchpulver zu finden ist. Das kann Magermilchpulver oder Vollmilchpulver sein, je nach Sorte.

Und der Grund dafür ist in der Wissenschaft zu finden: Schokolade ist ein fast komplett wasserfreies Lebensmittel und deswegen kann Milch nur in Pulverform verwendet werden. Dabei gibt es unterschiedliche Arten von Milchpulver, auch Trockenmilchpulver genannt, die bei der Schokoladenherstellung verwendet werden – etwa Walzenvollmilchpulver oder Sprühvollmilchpulver.

Wichtig ist am Ende für die Schokolade eigentlich nur, dass die Laktose nach der Produktion nicht re-kristallisiert, denn das würde die Qualität, insbesondere den Schmelz der Schokolade, beeinflussen. Natürlich hat hier jeder Schokoladenhersteller seine eigenen Rezepte und Betriebsgeheimnisse, aber für uns von fairafric zählt vor allem eines: dass unser verwendetes Milchpulver die höchstmögliche Qualität aufweist.

Am Ende bleiben nur noch zwei Fragen offen. Die erste ist für viele: Warum importieren wir für unsere Schokolade „Made in Ghana“ unser Milchpulver aus der EU? Natürlich würden wir am Liebsten alle unsere Zutaten aus Ghana beziehen. Leider ist das im Falle des Milchpulvers schwierig.

Milchpulver gibt es in Afrika eigentlich nur importiert, meist aus der EU, da dort die Landwirtschaft massiv subventioniert wird und die hohen Kapitalkosten für Vertrocknungsanlagen (Stichwort Rechtssicherheit) von Banken und Investoren aufgetrieben werden müssen.

So sind wir aus politischen und historisch gewachsenen Handelsströmen derzeit gezwungen, Milchpulver zu importieren. Denn auch wenn es vor Ort in Ghana Milchpulver gäbe, müssten wir es trotzdem importieren, da dieses sonst natürlich nicht nach den für uns so wichtigen Demeter Richtlinien erzeugt wurde.

Aber immerhin ist es gut zu wissen, dass auf einer Palette Milchpulver, die wir nach Ghana schicken, 750 KG Milchpulver sind, die wiederum für 30.000 Tafeln Milchschokolade ausreichen. Und zu guter Letzt zur zweiten Frage: Was hat fairafric mit den Hörnern der Milchkühe aus Schwäbisch-Hall zu tun?

Diese Frage lässt sich zur Abwechslung einmal ganz einfach beantworten.

Dadurch, dass wir fleißig den demeter-Milchbauernverband aus Schrozenberg in Schwäbisch-Hall unterstützen, helfen wir – und damit auch ihr – mehr Kühe zu finanzieren, die sich dort eines möglichst guten Kuh-Lebens erfreuen dürfen.

Dazu gehört neben faul in der Sonne liegen und durchs Gras spazieren auch, dass sie ihre Hörner behalten dürfen – das ist einer der demeter-Grundsätze. Und das freut nicht nur die Kühe, sondern auch uns. In diesem Sinne: Ran an unsere köstliche Bio-Schokolade mit dem demeter-Milchpulver glücklicher Kühe! Und hier könnt ihr Eure Lieblings-Schokolade kaufen.