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10 Jahre fairafric

10 Jahre fairafric

Vorwort Hendrik

Am 22. März 2016 ging unsere erste Kickstarter-Kampagne live. Schokolade "Made in Africa" war damals für viele eine verrückte Idee.

Knapp einen Monat später, heute vor genau 10 Jahren, wurde die fairafric GmbH gegründet. Die Kickstarter-Kampagne war ein voller Erfolg: 843 Menschen hatten Schokolade bestellt, obwohl sie nicht wussten, wie sie schmecken würde – oder ob sie überhaupt jemals produziert werden würde.

Gestartet bin ich mit 25.000 €, die der Vorverkauf eingebracht hatte.

Heute, 10 Jahre später, sind wir auf dem Weg zu knapp 8 Mio. € Jahresumsatz und beschäftigen mehr als 300 Menschen in Ghana. Zusätzlich sind viele weitere Arbeitsplätze entlang der Wertschöpfungskette entstanden.

Wenn ich darauf zurückblicke, bin ich vor allem eines: unglaublich dankbar. Und genau deshalb möchte ich heute 10 Highlights aus den wildesten 10 Jahren meines Lebens mit Euch teilen.

Viel Freude beim Lesen!
Euer Hendrik


Hendrik Reimers Founder & CEO fairafric


10 Jahre fairafric 


Unsere ersten Tafeln aus dem Jahr 2016 sehen ganz anders aus als unsere heutigen Designs. Doch nicht nur unsere Verpackungen haben sich verändert.

Wir sind gewachsen:

  • in Produktionskapazität
  • im Team
  • in Erfahrung
  • in Professionalität
  • und in unserem Selbstvertrauen

Was klein begann, ist heute ein Unternehmen mit echter Wirkung.

10 Highlights aus 10 wilden Jahren


1. Die Menschen in Ghana 

Das Schönste an dieser Reise sind die Begegnungen mit den Menschen in Ghana.

Ihre Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und Lebensfreude prägen fairafric bis heute – und weit über das Arbeitsumfeld hinaus.

Ob auf den Farmen, in der Fabrik, im Dorf oder im täglichen Miteinander: Wir erleben immer wieder eine Offenheit, Gemeinschaft und positive Energie, die inspiriert.

Viele Herausforderungen wurden nur möglich zu meistern, weil Menschen zusammengehalten, mit angepackt und an die gemeinsame Idee geglaubt haben.

fairafric wäre ohne diese Menschen nicht das, was es heute ist.

 

2. Treffen mit dem Präsidenten Ghanas


Unser Gründer durfte zweimal den Präsidenten Ghanas treffen und vor über 20 afrikanischen Staatschefs über unsere Vision sprechen.

Was einst als mutige Idee begann, wurde plötzlich auf höchster politischer Ebene diskutiert – ein besonderer Moment für fairafric und ein starkes Zeichen dafür, dass neue Wege Aufmerksamkeit schaffen können.

Und ganz nebenbei war es vermutlich auch das erste Mal, dass wir unseren Founder im Anzug auf einer Bühne gesehen haben.


 

 

3. Der Bau unserer Fabrik in Rekordzeit

Einer der außergewöhnlichsten Momente unserer Geschichte war der Bau unserer Fabrik im ländlichen Ghana.

Während der Covid-Zeit haben wir in weniger als sechs Monaten eine hochmoderne Schokoladenfabrik aufgebaut – ausgestattet mit spezialisierten Maschinen aus Europa.

Besonders bemerkenswert: Die Fabrik entstand an einem Ort, an dem es zuvor weder Strom, Wasser noch Internet gab.

Wo vorher kaum Infrastruktur vorhanden war, entstand Schritt für Schritt ein moderner Produktionsstandort mit internationalen Standards, qualifizierten Arbeitsplätzen und neuer Perspektive für die Region.

Für uns bis heute ein Symbol dafür, was möglich ist, wenn Vision auf Entschlossenheit trifft.

4. Sondergenehmigung während Corona

Für die Fertigstellung unserer Fabrik mussten während der Corona-Zeit dringend Ingenieure aus Europa nach Ghana einreisen, um die hochmodernen Produktionsanlagen zu installieren und in Betrieb zu nehmen.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Grenzen geschlossen und der internationale Reiseverkehr nahezu stillgelegt.

Auf unsere Anfrage hin wurde eine Sondergenehmigung erteilt – der Flughafen in Accra wurde eigens für diese Einreise geöffnet.

Für unser Team war das ein unvergesslicher Moment. Auf einem fast leeren Flughafen zu landen, mitten in einer weltweiten Ausnahmesituation, fühlte sich surreal an.

Doch es zeigte auch, wie viel Vertrauen und Unterstützung unserem Projekt entgegengebracht wurde – und wie entschlossen alle Beteiligten waren, diese Fabrik Wirklichkeit werden zu lassen.


5. TV-Dokumentationen & Aufmerksamkeit

Unsere Geschichte hat in den vergangenen Jahren auch weit über die Schokoladenbranche hinaus Aufmerksamkeit erzeugt.

Mehrere TV-Formate und Medienberichte griffen unseren ungewöhnlichen Weg auf: Schokolade dort herzustellen, wo Kakao wächst, Wertschöpfung im Ursprungsland zu schaffen und globale Lieferketten neu zu denken.

Besonders in Erinnerung geblieben ist uns eine Ausstrahlung im deutschen Fernsehen. Kurz nach der Sendung brach unsere Website aufgrund des enormen Besucheransturms zusammen – ein Problem, über das wir uns in diesem Moment ehrlich gesagt sehr gefreut haben.

Ein weiteres Highlight war unsere Dokumentation Decolonize Chocolate (hier geht es zur Doku 🎥), in der wir tiefer zeigen konnten, warum die Schokoladenindustrie historisch so aufgebaut wurde, wie sie heute ist – und warum es Zeit ist, neue Modelle zu schaffen.

Für uns sind solche Formate weit mehr als Reichweite. Sie helfen dabei, Diskussionen anzustoßen, Bewusstsein zu schaffen und zu zeigen, dass Wirtschaft auch anders funktionieren kann.


6. 🌍 Der Ripple-Effekt

Heute beschäftigen wir bereits mehr als 300 Menschen in Ghana – dazu kommen viele weitere Arbeitsplätze entlang unserer Wertschöpfungskette.

Doch der eigentliche Effekt geht noch viel weiter.

Arbeitsplätze schaffen Einkommen. Einkommen schafft Stabilität. Stabilität schafft neue Chancen.

Wir haben erlebt, wie Mitarbeitende mit ihrem Einkommen Familien unterstützen, Kinder zur Schule schicken, Häuser bauen oder sich weiterbilden konnten.

Besonders bewegend war für uns zu sehen, dass einige Teammitglieder sogar eigene kleine Unternehmen aufgebaut haben – und dadurch wiederum neue Jobs für andere geschaffen haben.

Genau das ist der Ripple-Effekt, an den wir von Anfang an geglaubt haben:

Wenn Wertschöpfung vor Ort entsteht, entstehen Möglichkeiten, die weit über ein einzelnes Unternehmen hinausgehen.

 

7. 💛 Über 10 Mio. € Unterstützung aus der Crowd

Unsere Kundinnen und Kunden haben fairafric nicht nur durch ihre Einkäufe unterstützt, sondern das Unternehmen aktiv mit aufgebaut und mitfinanziert.

Über die Jahre kamen mehr als 10 Mio. € aus unserer Community zusammen – von Menschen, die an unsere Vision geglaubt und sie möglich gemacht haben.

Das ist etwas ganz Besonderes.

Denn fairafric gehört damit keinem internationalen Hedgefonds und keinem anonymen Großinvestor, sondern einer Gemeinschaft von Menschen, die daran glauben, dass Wirtschaft fairer, nachhaltiger und auf Augenhöhe funktionieren kann.

Jeder Beitrag war dabei mehr als Kapital – er war ein Vertrauensbeweis in eine bessere Art, Unternehmen aufzubauen.

8. 🚌 Die Farm-to-Factory Tour

Jedes Jahr besuchen tausende Menschen unsere Farmen und unsere Fabrik, um mit eigenen Augen zu erleben, wie Schokolade anders produziert werden kann.

Der Andrang ist groß, die Begeisterung jedes Mal spürbar. Viele Gäste kommen mit Neugier – und gehen mit einem völlig neuen Blick auf Schokolade und globale Wertschöpfung.

Von Schulklassen über internationale Gäste bis hin zu unseren Kakaofamilien: Die Farm-to-Factory Tour bringt Menschen direkt dorthin, wo Kakao angebaut und Schokolade hergestellt wird.

In dieser Form ist das Erlebnis nahezu einzigartig: erst die Farm, dann die Fabrik, dann das fertige Produkt in der Hand.

Sie zeigt transparent, wie Wertschöpfung im Ursprungsland funktioniert, schafft Verständnis für unsere Arbeit und verbindet Menschen mit den Geschichten hinter jeder Tafel Schokolade. (hier gehts zur Tour auf unserer ghanaischen Website 🇬🇭)

9. 🌱 Dynamischer Agroforst

Was als Kampf gegen Armut begann, ist im Laufe der Jahre zu etwas noch Größerem geworden.

Unser ursprüngliches Ziel war es, mehr Wertschöpfung im Ursprungsland zu schaffen, gute Arbeitsplätze aufzubauen und neue wirtschaftliche Perspektiven zu ermöglichen.

Auf diesem Weg haben wir erkannt, dass auch die Art des Kakaoanbaus eine entscheidende Rolle für die Zukunft spielt.

Mit Kakao aus dynamischen Agroforstsystemen setzen wir auf Anbaumethoden, bei denen Kakaobäume gemeinsam mit vielen weiteren Pflanzen, Bäumen und natürlichen Strukturen wachsen. Das stärkt Böden, schützt Biodiversität und macht Anbauflächen widerstandsfähiger.

Besonders spannend für uns: Durch diese Systeme kann mehr CO₂ im Boden und in der Vegetation gespeichert werden, als wir entlang unserer Wertschöpfungskette emittieren.

Damit ist aus einer sozialen Mission zusätzlich eine ökologische geworden.

Unser Ziel heute ist klar: Schokolade nicht nur fairer, sondern klimapositive zu machen. (hier mehr über unsere Road to Climate Positive erfahren 🌍)


10. Unsere Crowd

Mehr als 3.500 Menschen haben fairafric in den vergangenen Jahren finanziell unterstützt. Tausende weitere Menschen tragen unsere Mission mit jedem einzelnen Kauf mit.

Das ist alles andere als selbstverständlich.

Während viele Unternehmen von klassischen Investoren, Fonds oder Banken aufgebaut werden, wurde fairafric von einer Gemeinschaft getragen, die an eine andere Art des Wirtschaftens glaubt.

Menschen, die überzeugt sind, dass hochwertige Produkte, wirtschaftlicher Erfolg und positive Wirkung zusammengehören.

Diese Crowd hat uns in entscheidenden Momenten geholfen zu wachsen, Krisen zu meistern, unsere Fabrik zu bauen und neue Kapitel aufzuschlagen.

Sie hat gezeigt, dass Vertrauen, Gemeinschaft und gemeinsame Werte eine enorme Kraft entfalten können.

Ohne diese Menschen gäbe es fairafric nicht.

Und genau deshalb gehört fairafric in gewisser Weise allen, die an diese Idee glauben und sie unterstützen.

Als kleines Dankeschön feiern wir mit euch: 10% Jubiläumsrabatt mit dem Code 10YEARS. 


Unsere Mission heute: Schokolade mit gutem Gewissen

Heute ist unsere Mission stärker denn je.

Unser Ziel ist einfach:

Schokolade mit gutem Gewissen herstellen.

Das bedeutet für uns:

Good for you – bessere Schokolade für Konsumentinnen und Konsumenten.
Good for the people – mehr Wertschöpfung im Ursprung und für Kakaobäuerinnen
Good for the planet – Schokolade klimapositiv machen.

Denn großartige Schokolade sollte nicht auf Kosten von Menschen oder Natur entstehen.

Der Blick zurück macht uns stolz, dankbar und auch demütig.

Was in zehn Jahren aus dem Nichts entstehen konnte, hätten wir uns damals kaum vorstellen können.

Aus einer verrückten Idee wurde ein Unternehmen.
Aus einigen hundert Vorbestellungen wurden hunderte Arbeitsplätze.
Aus einem Traum wurde Realität.

Und trotzdem haben wir das Gefühl:

Wir stehen erst am Anfang.

Danke an alle, die Teil dieser Reise waren. ❤️

Auf die ersten 10 Jahre.
Und auf die nächsten 10 Jahre.

 

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Folge 11: From Computers to Chocolate – Richard’s Journey

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