FAQ
Frequently
Asked Questions
mehr erfahrenWer sind eure Partner*innen in Ghana?
Seit 2017 arbeiten wir mit ca. 861 Bauern und Bäuerinnen zusammen, die in der Partnerinitiative Yayra Glover organisiert sind. Neben Bio-Anbau schult die Initiative die Bauern und Bäuerinnen im Farmmanagement, um den Ertrag und die Qualität des Kakaos zu steigern und damit die Einkommen der Bauern und Bäuerinnen zu erhöhen. Ein paar weitere Informationen findet Ihr hier.
Welcher Anteil vom Kaufpreis fließt nach Afrika?
Fast die Hälfte des Nettopreises (circa 43%). Bei einer durchschnittlichen Tafel Schokolade sind dies nur ca. 6%. Bei fair gehandelter Schokolade können es auch mal 7 bis 8% sein. Um dem Ursprungsland einen wirklich fairen Anteil an Eurer Schokolade zu sichern, bringen wir all die gut bezahlten Arbeitsplätze in der Verarbeitung und Produktion nach Ghana.
Damit der Handel seine Kosten (Gebäude, Personal, Kapitalkosten, …) decken kann, bekommt er in etwa 42% des netto Kaufpreises. Die fairafric AG benötigt die verbleibenden 15% um Kosten für Vertrieb, Marketing, Zertifizierungen, Transport, Lagerung und Personal zu decken.
Warum sind wir jetzt eine AG?
Am 21.04.2021 haben wir einen neuen Meilenstein auf unserer Mission „Decolonize Chocolate" erreicht: Seit diesem Tag sind wir offiziell eine AG! Da es unser gemeinsames Ziel ist, die Schokoladenwelt zu revolutionieren und neue, wirklich faire Wege in der Zusammenarbeit zwischen dem Globalen Norden und dem Globalen Süden zu gehen, haben wir letztes Jahr eine solarbetriebene Fabrik im ländlichen Ghana gebaut. Dort sind aktuell über 50 Mitarbeitende angestellt, die ein Vielfaches des lokalen Lohnniveaus erhalten, sowie weitere Leistungen wie Renten- und Sozialversicherungen. Schon jetzt ist die Fabrik die größte Arbeitgeberin in der Region und schafft weitere Jobs in Zulieferbetrieben. Durch diesen Schritt konnten wir den sozialen Impact in der Community enorm erhöhen. Gleichzeitig haben sich allerdings auch hohe finanzielle Belastungen für uns ergeben, da wir die Kosten für Rohstoffe (über 1,2 Millionen Euro in 2021) im Voraus bezahlen müssen und nach dem Fabrikbau unser Budget ausgeschöpft war.
Um diese finanzielle Herausforderung zu stemmen, haben wir uns dazu entschieden, eine AG zu werden. Durch die Ausgabe von Vorzugsaktien, bei denen die Aktionär*innen kein Stimmrecht besitzen, können wir nun genügend finanzielle Mittel erwerben. Gleichzeitig können wir damit vermeiden, dass Großinvestor*innen die Mission von fairafric gefährden könnten. Wir zahlen unsere Zinsen nicht an Großbanken, sondern an unsere Unterstützer*innen, die unsere Werte teilen. An dieser Stelle daher von uns ein großes Dankeschön für Eure Unterstützung, denn ohne Euch wäre das alles nicht möglich gewesen. Wir hoffen, Ihr könnt unsere Entscheidung nachvollziehen und freuen uns darauf mit Euch weiter ein Stück Schokoladengeschichte zu schreiben!
Wie steht ihr zu Kinderarbeit?
Kinderarbeit ist für fairafric absolut tabu, hier gibt es Null Toleranz. Es gab seit Jahren keinen Fall mehr bei den Farmen mit denen wir zusammenarbeiten. Generell kann man sagen, dass Kinderarbeit in ganz Ghana ein geringeres Problem als in den Nachbarländern Elfenbeinküste und Togo darstellt.
Das bedeutendste ist, dass unsere Bauern und Bäuerinnen es verstanden haben, dass Investitionen und Bildung sich lohnen. Investitionen in Ressourcen und bessere Anbaumethoden bringen mehr Ertrag. Und Investitionen in ihre Kinder und deren Bildung bringen deutlich mehr als deren Arbeit auf den Plantagen. Durch das zusätzliche Einkommen, das unsere Bauern und Bäuerinnen durch ihre Bio Zertifizierung und das Training in effizientem, nachhaltigen Landbau erzielen, können sie sich eine lange Ausbildung ihrer Kinder leisten. Schon heute haben einzelne Kinder unserer Bauern und Bäuerinnen einen Universitätsabschluss!
Unsere Erfahrung zeigt, wenn wir Bauern und Bäuerinnen mehr für den Kakao bezahlen, dann investieren sie dieses zusätzliche Einkommen in die Bildung ihrer Kinder. Sie wissen um die Bedeutung der Bildung für ihre Kinder, es gilt keinen Schultag zu verpassen.
Was ist der Unterschied zwischen fairafric und fairtrade?
Für fairafric steht die Verlagerung der Wertschöpfung nach Afrika im Vordergrund. From bean to bar in Africa! Durch die Produktion vor Ort schaffen wir qualifizierte und gut bezahlte Arbeitsplätze.
Jeder dieser Jobs schafft laut Weltbank weitere 2,8 Jobs in Zulieferbetrieben. Durch das gesteigerte Einkommen können unsere Arbeitnehmer*innen ihren Kindern den Zugang zu weiterführender Bildung ermöglichen. Der nachhaltige Weg aus der Armut gelingt, davon sind wir überzeugt, durch Bildung.
Die Bauern und Bäuerinnen durchlaufen den Prozess der Bio-Zertifizierung und werden dafür durch unseren Bonus von 600$ pro Tonne Kakao unterstützt. Zusätzlich wird in die Ausbildung der Bauern und Bäuerinnen investiert. Das kommt der Ertragsmenge und der Qualität zu Gute. Und es lohnt sich für die Bauern und Bäuerinnen, sie erwirtschaften aus eigener Kraft heraus zusätzliches Einkommen.
Wir haben nachgefragt, was sie als erstes mit dem gesteigerten Einkommen machen würden. Die Antwort war Bildung, die Bildung ihrer Kinder steht für unsere Bauern und Bäuerinnen im Vordergrund.
Warum trägt fairafric Schokolade kein Fairtrade Siegel?
Unser Ansatz geht weiter als jede Zertifizierung. Zum einen zahlen wir höhere Preise an unsere Bauern und Bäuerinnen pro Tonne Kakao als die Siegel. Unser Einkaufspreis liegt immer mindestens 600 USD über dem Weltmarktpreis. Das absolut entscheidende, wir verlagern die gesamte Produktion und damit 100% der Wertschöpfung nach Afrika.
Damit entstehen in Afrika, neben Tätigkeiten auf den Farmen, qualifizierte und gut bezahlte Arbeitsplätze in der Produktion von Endprodukten. Diese Jobs entstehen bei konventionellen Herstellern und auch bei herkömmlichen Anbietern von Fairtrade Schokolade in Europa oder den USA leider nicht. Das wollen wir ändern. Wir produzieren von der Bohne bis zur Tafel in Afrika.
Welchen Zucker verarbeitet fairafric?
Wir beziehen fairen Bio-Rohrzucker von Pure Life aus Mosambik und senden diesen in unsere Fabrik nach Ghana.
Bei welcher Temperatur schmeckt fairafric Schokolade am besten?
Das variiert je nach Sorte und deinen eigenen Vorlieben. Unsere Zartbitter-Sorten schmecken uns am besten bei über der Zimmertemperatur (>25 Grad Celsius). Probier es gern aus und sag uns deine Meinung. Aber Achtung, wenn wir die Schokolade nicht gleich essen wollen, lagern wir sie trocken bei niedrigen Temperaturen.
Was ist MOSH/MOAH und wie kontrollieren wir es?
Der deutsche Lebensmittelverband gibt an, dass aufgrund von umweltbedingten Faktoren eine gewisse Grundbelastung von Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH/MOAH) oder ähnlichen Substanzen in Lebensmitteln generell unvermeidbar ist. Neben der Aufnahme von Mineralölkohlenwasserstoffe durch recycelte Verpackungen, gelangen die chemischen Verbindungen auch durch Schmieröle der Verarbeitungsmaschinen oder Lebensmittelzusatzstoffe in Lebensmittel. Durch das Extrahieren von Proben und der anschließenden Analyse mit einem Massendetektor kann genau ermittelt werden, ob ein Lebensmittel die beiden Stoffe enthält. Seit 2020 produzieren wir in unserer eigenen hochmodernen Bio-Schokoladenfabrik in Ghana. Regelmäßige Tests auf MOSH/MOAH gehören hier genauso zum Qualitätsmanagement wie die Überprüfung der Bio-Qualität. Die Produktionsanlage und das dortige Qualitätsmanagement entsprechen also strengsten internationalen und europäischen Hygiene- und Sicherheitsstandards. Wir von fairafric versichern unseren Kund*innen und Partner*innen, dass unsere Produkte qualitativ und geschmacklich allerhöchsten Ansprüchen genügen sowie lebensmittelrechtlich absolut einwandfrei sind.
Wieviel verdient der Handel an einer Tafel faiafric Schokolade?
Wir verkaufen die Tafel für 1,62€ netto an alle unsere Händler*innen. Das liegt im Branchendurchschnitt. Damit bekommt der Handel für seine Kostendeckung (Gebäude, Personal, Kapitalkosten, …) etwas weniger als ein Drittel des netto Kaufpreises.
Für den Kakao und die Produktion in Afrika fallen etwas mehr als ein Drittel ins Gewicht (der Durchschnitt liegt bei 6%, die in Afrika ankommen) und die fairafric AG benötigt das verbleibende Drittel um Kosten für Vertrieb, Marketing, Zertifizierungen, Transport, Lagerung und Personal zu decken.
Mit welchem Paketdienst versendet ihr?
Wir versenden weltweit mit DHL (gogreen - klimaneutraler Versand).
Wie lagere ich die Schokolade am besten?
Unsere Schokolade bleibt bei trockener und kühler Lagerung zwischen 14 und 18 Grad Celsius im besten Zustand.
Sind alle Zutaten der fairafric Schokolade gentechnikfrei?
Ja, 100%. Im Zuge unserer Bio-Zertifizierung können wir dies auch lückenlos nachweisen.
Was bedeutet - from tree to bar in Africa - für fairafric?
Wir sind davon überzeugt, dass der Weg aus der Armut in vielen afrikanischen Ländern am besten durch die Verlagerung der kompletten Wertschöpfung in die entsprechenden Länder gelingen kann. Darum kaufen wir Kakao von Farmer*innen, die wir kennen, zahlen einen Bonus von 600 USD auf die Tonne Kakao und können jede Bohne bis zur Plantage zurückverfolgen.
Wir transportieren alle Zutaten in unsere Fabrik in Ghana, wo dann vor Ort die Schokolade hergestellt und zum Schluss fertig verpackt wird. Damit steigern wir Afrikas Einkommen an einer Tafel Schokolade um den Faktor 4 im Vergleich zu herkömmlicher Schokolade. Auch im Vergleich zu Fairtrade steigern wir das Einkommen Afrikas um ein Vielfaches mehr.
Wie kommt eure Schokolade von Ghana nach Europa?
Unsere Fabrik steht in Suhum. Von der Fabrik wird die Schokolade auf ein Containerschiff geladen. Um eine gleichbleibend hohe Qualität gewährleisten zu können, wird die Schokolade im Kühlcontainer bei 16 Grad und 60% Luftfeuchtigkeit nach Europa gebracht.
Was bedeutet der Transport im Kühlcontainer für den ökologischen Fußabdruck eurer Schokolade?
Ein Kühlcontainer, der wie der, den wir nutzen, mit 16 Grad Celsius und 60% Luftfeuchtigkeit temperiert ist, stößt auf der Strecke zwischen Tema (Ghana) und Hamburg (Deutschland) etwa 1208 kg CO2 aus. Zum Vergleich: Ein "normaler" Container verbraucht auf derselben Strecke 876 kg CO2, das sind also rund 332 kg weniger (Quelle: Hapag Lloyd). Um diese Emissionen in Relation zu setzen: Ein Direkt-Flug von einer Person von München (Deutschland) nach Accra (Ghana) ist mit der Emission von etwa 1138 kg CO2 gleichzusetzen (Quelle:atmosfair).
Seit unserer Kickstarter-Kampagne 2018 investieren wir in Ausgleichsprojekte, um die Transportemissionen, aber eben auch alle anderen Emissionen, die bei der Produktion von Schokolade anfallen, auszugleichen.
Werden die Saisonmitarbeiter*innen auf euren Plantagen angemessen bezahlt?
Die Bezahlung von Hilfsarbeiter*innen (die neben Ernte vor allem auch das Pflegen der Plantagen übernehmen) ist Verhandlungssache zwischen den Arbeiter*innen und den Plantagenbesitzer*innen. Meistens ist es in Ghana so, dass alle Bauern und Bäuerinnen sich gegenseitig helfen und sich mit gegenseitiger Arbeitskraft bezahlen, so arbeitet man immer in der Gemeinschaft, was als sehr wichtig erachtet wird. Alleine arbeiten gibt es in Ghana eigentlich gar nicht.
Ein Beispiel aus Suhum: Bei einem Besuch in Suhum in der Nähe von Accra Anfang 2017 habe ich, Hendrik (Gründer von fairafric), eine ältere Plantagenbesitzerin, die auf Grund ihres Alters selber nicht mehr arbeiten kann, gefragt, was es sie kostet, die Farm einmal komplett jähten zu lassen. Sie zahlt einem Arbeiter, einer Arbeiterin 20 Cedi am Tag und kocht jedem und jeder eine Mahlzeit, deren Wert bei ca. 5 Cedi liegen dürfte. Der gesetzliche Mindestlohn wurde in Ghana im Januar 2017 von 7 auf 8 Cedi (ca. 2 US$) pro Tag angehoben. 20 Cedi für einen Tagelöhner sind verhältnismäßig viel in Ghana. Sie benötigte 5 Arbeiter*innen für 5 Tage.
Die Schokolade von fairafric ist nicht nur in Deutschland erhältlich: In welchen Ländern gibt es noch Geschäfte, die fairafric vertreiben?
In der Schweiz, Österreich, Frankreich, Tschechien, der Slowakei und in vielen anderen Ländern in Europa.
Wie hoch ist der Exportanteil?
Der Exportanteil liegt im Moment bei ca. 20%, Tendenz steigend.
Verpasse keine Neuigkeiten mehrrund um fairafric
und unsere Schokoladenrevolution! !
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Warum ist fairafric Schokolade fair?
Schokolade im Vergleich

Vergleich von Siegeln und Schokoladenprogrammen: Ritter, Milka, Lindt & Co. fallen durch.
Die bittere Wahrheit über Schokolade – und warum fairafric als Einziger besteht Wenn es um Fairness in der Schokoladenindustrie geht, ist die Diskrepanz zwischen (Marketing-) Versprechen und Realit...
Made in Ghana
Herkunft, Partner & Impact in Ghana
Unsere Schokolade beginnt dort, wo Kakao wächst: in Ghana. Wir arbeiten direkt mit Bauern und Bäuerinnen, investieren in Ausbildung, faire Bezahlung und langfristige Partnerschaften – und verlagern die Wertschöpfung dorthin, wo sie hingehört. So entsteht echter Impact, der über Rohstoffhandel hinausgeht.
In der Schweiz, Österreich, Frankreich, Tschechien, der Slowakei und in vielen anderen Ländern in Europa. Zudem produzieren wir Schokolade für eine Reihe anderer Marken, sodass wir mittlerweile in 4 Kontinenten erhältlich sind. Nuur nicht immer unter unserer Marke :)
Die Bezahlung von Hilfsarbeiter*innen (die neben Ernte vor allem auch das Pflegen der Plantagen übernehmen) ist Verhandlungssache zwischen den Arbeiter*innen und den Plantagenbesitzer*innen. Meistens ist es in Ghana so, dass alle Bauern und Bäuerinnen sich gegenseitig helfen und sich mit gegenseitiger Arbeitskraft bezahlen, so arbeitet man immer in der Gemeinschaft, was als sehr wichtig erachtet wird. Alleine arbeiten gibt es in Ghana eigentlich gar nicht.
Ein Beispiel aus Suhum: Bei einem Besuch in Suhum in der Nähe von Accra Anfang 2017 habe ich, Hendrik (Gründer von fairafric), eine ältere Plantagenbesitzerin, die auf Grund ihres Alters selber nicht mehr arbeiten kann, gefragt, was es sie kostet, die Farm einmal komplett jähten zu lassen. Sie zahlt einem Arbeiter, einer Arbeiterin 20 Cedi am Tag und kocht jedem und jeder eine Mahlzeit, deren Wert bei ca. 5 Cedi liegen dürfte. Der gesetzliche Mindestlohn wurde in Ghana im Januar 2017 von 7 auf 8 Cedi (ca. 2 US$) pro Tag angehoben. 20 Cedi für einen Tagelöhner sind verhältnismäßig viel in Ghana. Sie benötigte 5 Arbeiter*innen für 5 Tage.
Der Exportanteil liegt im Moment bei ca. 20%, Tendenz steigend.
Kinderarbeit ist für fairafric absolut tabu, hier gibt es Null Toleranz. Es gab seit Jahren keinen Fall mehr bei den Farmen mit denen wir zusammenarbeiten. Generell kann man sagen, dass Kinderarbeit in ganz Ghana ein geringeres Problem als in den Nachbarländern Elfenbeinküste und Togo darstellt.
Das bedeutendste ist, dass unsere Bauern und Bäuerinnen es verstanden haben, dass Investitionen und Bildung sich lohnen. Investitionen in Ressourcen und bessere Anbaumethoden bringen mehr Ertrag. Und Investitionen in ihre Kinder und deren Bildung bringen deutlich mehr als deren Arbeit auf den Plantagen. Durch das zusätzliche Einkommen, das unsere Bauern und Bäuerinnen durch ihre Bio Zertifizierung und das Training in effizientem, nachhaltigen Landbau erzielen, können sie sich eine lange Ausbildung ihrer Kinder leisten. Schon heute haben einzelne Kinder unserer Bauern und Bäuerinnen einen Universitätsabschluss!
Unsere Erfahrung zeigt, wenn wir Bauern und Bäuerinnen mehr für den Kakao bezahlen, dann investieren sie dieses zusätzliche Einkommen in die Bildung ihrer Kinder. Sie wissen um die Bedeutung der Bildung für ihre Kinder, es gilt keinen Schultag zu verpassen.
Seit 2017 arbeiten wir mit ca. 861 Bauern und Bäuerinnen zusammen, die in der Partnerinitiative Yayra Glover organisiert sind. Mittlerweile arbeiten wir mit Serendipalm zusammen. Neben Bio-Anbau wird hier ein Fokus auf den dynamischen Agroforst gelegt, zudem schult die Initiative die Bauern und Bäuerinnen im Farmmanagement, um den Ertrag und die Qualität des Kakaos zu steigern und damit die Einkommen der Bauern und Bäuerinnen zu erhöhen.
Wir sind davon überzeugt, dass der Weg aus der Armut in vielen afrikanischen Ländern am besten durch die Verlagerung der kompletten Wertschöpfung in die entsprechenden Länder gelingen kann. Darum kaufen wir Kakao von Farmer*innen, die wir kennen, zahlen einen Bonus von 600 USD auf die Tonne Kakao und können jede Bohne bis zur Plantage zurückverfolgen.
Wir transportieren alle Zutaten in unsere Fabrik in Ghana, wo dann vor Ort die Schokolade hergestellt und zum Schluss fertig verpackt wird. Damit steigern wir Afrikas Einkommen an einer Tafel Schokolade um den Faktor 4 im Vergleich zu herkömmlicher Schokolade. Auch im Vergleich zu Fairtrade steigern wir das Einkommen Afrikas um ein Vielfaches mehr.
Durch die Verlagerung der Wertschöpfung nach Ghana bleibt deutlich mehr Geld im Land. Unsere Partner-Bauern und -Bäuerinnen erhalten höhere Preise für ihren Kakao, zusätzliche Boni für Bio-Qualität und Zugang zu Schulungen im nachhaltigen Farmmanagement. In der Fabrik entstehen qualifizierte, sichere Arbeitsplätze. Das zusätzliche Einkommen fließt in Bildung, Gesundheit und bessere Lebensbedingungen für die Familien – und stärkt so langfristig ganze Communities statt nur einzelne Betriebe.
Wir arbeiten mit festen Partner-Kooperativen und kennen die Farmen, von denen unser Kakao stammt. Jede Lieferung ist dokumentiert und bis zur jeweiligen Anbauregion – und bis zur einzelnen Farm – zurückverfolgbar. Durch unsere eigene Produktion in Ghana behalten wir die Kontrolle über die gesamte Kette: vom Einkauf der Bohnen über die Verarbeitung bis zur fertigen Tafel. So schaffen wir Transparenz, Vertrauen und echte Nachvollziehbarkeit statt anonymer Rohstoffströme.
Impact
Preis, Wertschöpfung & Fairness
Wir glauben an Transparenz statt leere Versprechen. Hier zeigen wir, wie sich der Preis unserer Schokolade zusammensetzt, wie viel davon wirklich in Ghana ankommt und warum unser Ansatz weit über klassischen Fairtrade hinausgeht. Statt nur Rohstoffe zu handeln, schaffen wir Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Perspektiven vor Ort – und machen Fairness messbar und nachvollziehbar.
Fast die Hälfte des Nettopreises (circa 43%). Bei einer durchschnittlichen Tafel Schokolade sind dies nur ca. 6%. Bei fair gehandelter Schokolade können es auch mal 7 bis 8% sein. Um dem Ursprungsland einen wirklich fairen Anteil an Eurer Schokolade zu sichern, bringen wir all die gut bezahlten Arbeitsplätze in der Verarbeitung und Produktion nach Ghana.
Damit der Handel seine Kosten (Gebäude, Personal, Kapitalkosten, …) decken kann, bekommt er in etwa 42% des netto Kaufpreises. Die fairafric AG benötigt die verbleibenden 15% um Kosten für Vertrieb, Marketing, Zertifizierungen, Transport, Lagerung und Personal zu decken.
Wir verkaufen die Tafel für 1,62€ netto an alle unsere Händler*innen. Das liegt im Branchendurchschnitt. Damit bekommt der Handel für seine Kostendeckung (Gebäude, Personal, Kapitalkosten, …) etwas weniger als ein Drittel des netto Kaufpreises.
Für den Kakao und die Produktion in Afrika fallen etwas mehr als ein Drittel ins Gewicht (der Durchschnitt liegt bei 6%, die in Afrika ankommen) und die fairafric AG benötigt das verbleibende Drittel um Kosten für Vertrieb, Marketing, Zertifizierungen, Transport, Lagerung und Personal zu decken.
Für fairafric steht die Verlagerung der Wertschöpfung nach Afrika im Vordergrund. From bean to bar in Africa! Durch die Produktion vor Ort schaffen wir qualifizierte und gut bezahlte Arbeitsplätze.
Jeder dieser Jobs schafft laut Weltbank weitere 2,8 Jobs in Zulieferbetrieben. Durch das gesteigerte Einkommen können unsere Arbeitnehmer*innen ihren Kindern den Zugang zu weiterführender Bildung ermöglichen. Der nachhaltige Weg aus der Armut gelingt, davon sind wir überzeugt, durch Bildung.
Die Bauern und Bäuerinnen durchlaufen den Prozess der Bio-Zertifizierung und werden dafür durch unseren Bonus von 600$ pro Tonne Kakao unterstützt. Zusätzlich wird in die Ausbildung der Bauern und Bäuerinnen investiert. Das kommt der Ertragsmenge und der Qualität zu Gute. Und es lohnt sich für die Bauern und Bäuerinnen, sie erwirtschaften aus eigener Kraft heraus zusätzliches Einkommen.
Wir haben nachgefragt, was sie als erstes mit dem gesteigerten Einkommen machen würden. Die Antwort war Bildung, die Bildung ihrer Kinder steht für unsere Bauern und Bäuerinnen im Vordergrund.
Unser Ansatz geht weiter als jede Zertifizierung. Zum einen zahlen wir höhere Preise an unsere Bauern und Bäuerinnen pro Tonne Kakao als die Siegel. Unser Einkaufspreis liegt immer mindestens 600 USD über dem Weltmarktpreis. Das absolut entscheidende, wir verlagern die gesamte Produktion und damit 100% der Wertschöpfung nach Afrika.
Damit entstehen in Afrika, neben Tätigkeiten auf den Farmen, qualifizierte und gut bezahlte Arbeitsplätze in der Produktion von Endprodukten. Diese Jobs entstehen bei konventionellen Herstellern und auch bei herkömmlichen Anbietern von Fairtrade Schokolade in Europa oder den USA leider nicht. Das wollen wir ändern. Wir produzieren von der Bohne bis zur Tafel in Afrika.
Weil wir Schokolade anders machen. Bei konventioneller Schokolade kommen im Schnitt nur etwa 6 % des Preises im Ursprungsland an. Bei fairafric fließt fast die Hälfte des Nettopreises nach Ghana – in Kakao, Verarbeitung und gut bezahlte Arbeitsplätze. Wir zahlen unseren Bauern und Bäuerinnen deutlich höhere Preise, investieren in Ausbildung, produzieren mit erneuerbarer Energie in unserer eigenen Fabrik und halten hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards ein. Das kostet mehr als billige Rohstoffe und anonyme Massenproduktion – schafft aber echten Impact, bessere Qualität und eine Schokolade, die nicht auf Ausbeutung basiert.
Klimapositive
Our Road to Climate Positive
Klimapositive Schokolade zu produzieren heißt für uns: Wir wollen mehr CO₂ binden, als wir verursachen. Dafür arbeiten wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Kakaoanbau über die Produktion bis zum Transport – kontinuierlich daran, Emissionen zu reduzieren, zu vermeiden und auszugleichen.
💡 Werde Teil der Bewegung
Folge unserer #roadtoclimatepositive-Initiative und bleibe auf dem Laufenden über jeden Schritt – von der Umstellung auf Dynamischen Agroforst (DAF) bis hin zur vollständigen klimapositive Wertschöpfung oder investiere direkt in fairafric.
Unsere Road to Climate Positive beschreibt unseren Weg, mehr CO₂ zu binden, als wir verursachen. Dafür arbeiten wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Kakaoanbau über die Produktion bis zum Transport – kontinuierlich daran, Emissionen zu reduzieren, zu vermeiden und auszugleichen.
Wir setzen auf dynamische Agroforstsysteme, in denen Kakao in einem vielfältigen Ökosystem wächst. Das fördert Biodiversität, verbessert die Bodenqualität und bindet aktiv CO₂ in Böden und Pflanzen. Gleichzeitig entstehen stabilere Erträge und resilientere Farmen für unsere Partner-Bauern und -Bäuerinnen.
Unsere Schokolade wird in einer solarbetriebenen Fabrik in Ghana produziert. So senken wir Emissionen direkt bei der Herstellung und zeigen, dass industrielle Lebensmittelproduktion auch mit erneuerbarer Energie möglich ist.
Wir optimieren kontinuierlich Verpackung, Logistik und Prozesse, um Emissionen zu senken. Unvermeidbare Emissionen – zum Beispiel beim Transport – gleichen wir durch Klimaschutzprojekte aus. So kommen wir Schritt für Schritt unserem Ziel näher, klimapositive Schokolade zu produzieren.
Creating Jobs, Loving Chocolate
Unternehmen, Mission & Struktur
fairafric steht für eine neue Art, Schokolade zu machen: von der Bohne bis zur Tafel in Afrika. Unsere Mission „Decolonize Chocolate“ treibt uns an, Wertschöpfung dorthin zu verlagern, wo der Kakao wächst, und so faire, langfristige Perspektiven zu schaffen. In diesem Bereich erfährst du, warum wir uns für die Rechtsform der AG entschieden haben, wem fairafric gehört und wie du unsere Mission unterstützen oder selbst Teil davon werden kannst – als Kundin, Unterstützerin oder Investor*in.
Du kannst uns auf mehreren Ebenen unterstützen: indem du unsere Schokolade kaufst und weiterempfiehlst, unsere Mission teilst – oder indem du dich direkt beteiligst. Über unsere Finanzierungsmodelle wie Aktien, Klimadarlehen oder unseren Schokoschein kannst du in den Aufbau eines klimapositive Schokoladen-Ökosystems investieren und Teil der Bewegung werden, die die Schokoladenindustrie nachhaltig verändert.
fairafric gehört einer Community aus Gründerinnen, Mitarbeitenden und vielen engagierten Unterstützerinnen, die unsere Mission teilen. Durch unsere Aktienstruktur stellen wir sicher, dass keine einzelnen Großinvestor*innen die Richtung des Unternehmens bestimmen können – und dass unsere Werte langfristig geschützt bleiben.
Du möchtest Teil von uns werden? So investierst du in fairafric.
Unsere Mission ist es, ein 360° climate-positive chocolate ecosystem aufzubauen und 10.000 Jobs in Afrika zu schaffen. „Decolonize Chocolate“ bedeutet für uns: Wertschöpfung, Know-how und Gewinne bleiben nicht länger nur im Globalen Norden, sondern entstehen dort, wo der Kakao wächst. So produzieren wir Schokolade, die gut ist für dich, für die Menschen und für den Planeten.
Qualität, die man schmeckt.
Zutaten, Qualität & Produktsicherheit
Gute Schokolade beginnt mit guten Zutaten – und hört bei strenger Qualitätskontrolle nicht auf. Wir setzen auf Bio-Rohstoffe, transparente Lieferketten und moderne Produktionsstandards, damit unsere Schokolade nicht nur besser schmeckt, sondern auch höchsten Ansprüchen an Sicherheit und Qualität genügt.
Wir verwenden fairen Bio-Rohrzucker von Pure Life aus Mosambik. Dieser wird in unsere Fabrik nach Ghana geliefert und dort für unsere Schokoladen verarbeitet – transparent, fair und in Bio-Qualität.
Ja. 100 %. Alle unsere Zutaten sind gentechnikfrei. Im Rahmen unserer Bio-Zertifizierung ist das lückenlos dokumentiert und wird regelmäßig kontrolliert.
MOSH/MOAH sind Mineralölkohlenwasserstoffe, die durch Umweltfaktoren, Verpackungen oder Maschinenöle in Spuren in Lebensmittel gelangen können. Eine gewisse Grundbelastung lässt sich branchenweit nicht vollständig vermeiden. In unserer eigenen, modernen Fabrik in Ghana gehören regelmäßige Tests auf MOSH/MOAH fest zum Qualitätsmanagement. Unsere Produktionsprozesse und Kontrollen entsprechen strengen europäischen und internationalen Standards – damit unsere Schokolade sicher, hochwertig und unbedenklich ist.
Das ist Geschmackssache – aber wir empfehlen für unsere Zartbitter-Sorten leicht über Zimmertemperatur, also über 25 °C. So können sich Aromen besonders gut entfalten. Wenn du die Schokolade lagern möchtest, bewahre sie am besten trocken und kühl auf.
Alle unsere Schokoladen werden ohne Milch hergestellt und sind damit vollständig vegan und laktosefrei. Glutenhaltige Zutaten verwenden wir nicht, dennoch können wir Spuren durch Produktionsprozesse nicht vollständig ausschließen. Die genauen Angaben findest du immer transparent auf der jeweiligen Produktseite.




